slide01 slide02

Aufgrund des Klimawandels ist zukünftig mit einer Zunahme von Extremwetterereignissen zu rechnen. Zu diesen zählen insbesondere Starkregen und Hitzewellen. Gerade die Bewohner von Senioren-heimen gehören zu einem gefährdeten Personenkreis, der in besonderem Maße unter den Folgen der Hitzewellen zu leiden hat. Vor diesem Hintergrund hat das Senioren- und Pflegeheim „Haus am Park“ (HaP) beschlossen, der Anpassung an dem Klimawandel Rechnung zu tragen und im Rahmen eines Teilneubaus präventive Maßnahmen einzubeziehen. Für die Konzeptentwicklung sind hierfür Fördermittel des BMU genutzt worden.

Hintergrund

Das HaP befindet sich in Remscheid mitten im Bergischen Land. Diese Region ist aufgrund der z.T. steilen Hanglagen und der damit verbundenen Gefahr von Erdrutschen von Starkregenereignissen besonders betroffen. Auch das HaP liegt in einer steilen Hanglage. Zudem sind die Bewohner des Seniorenzentrums mit einem Durchschnittsalter von weit über 80 Jahren bei Hitzewellen gesundheitlich besonders gefährdet.

Im Rahmen des BMU geförderten Projektes (Deutsche Anpassungs-Strategie (DAS)) wurde vor diesem Hintergrund ein Konzept und z.T. auch die Umsetzung von vielfältigen Klimaanpassungs-strategien finanziert. Neben der Erarbeitung konkreter Maßnahmen für das HAP war die Übertragbarkeit gewonnener Erkenntnisse und Ergebnisse aus der Konzepterstellung für andere Pflegeeinrichtungen Bestandteil des Projektes.

Ergebnisse (laufendes Projekt)

Die Firma DFIC unterstützt das HaP derzeit bei der Entwicklung einer spezifischen, auf die konkreten Erfordernisse von Pflegeeinrichtungen ausgerichteten Klimaanpassungsstrategie. Das Konzept umfasst Möglichkeiten die Temperatur zu regulieren, Handlungsempfehlungen zu geben und das Gebäude resistenter gegen Extremwetterphänomene zu machen.

Verbesserung des Wohnkomforts – Maßnahmen am Baukörper

  • Kühlung der Räumlichkeiten und Hitzeschutz durch gezielte Verschattung, bspw. Fassadenverschattung
  • Hitzeentlastungsraum für starke / länger anhaltende Extremhitzeereignisse
  • Hitzeschutz im Sommer und verbesserte Wärmedämmung im Winter durch Dachbegrünung

images/haus_am_park/klima2/hitzeentlastungsraum-1.jpg

Raumkonzept

Hitzentlastung

Raumkonzept
images/haus_am_park/klima2/hitzeentlastungsraum-2.jpg

Raumkonzept

Hitzentlastung

Raumkonzept
images/haus_am_park/klima2/Verschattung-Fenster-1.jpg

Verschattung

Fenster

Verschattung
images/haus_am_park/klima2/Verschattung-Fenster-2.jpg

Verschattung

Fenster

Verschattung
images/haus_am_park/klima2/natuerliche_verschattung2.jpg

Baumbestand

Natürliche Verschattung

Baumbestand
images/haus_am_park/klima2/natuerliche_verschattung1.jpg

Baumbestand

Natürliche Verschattung

Baumbestand
images/haus_am_park/klima2/natuerliche_verschattung3.jpg

Baumbestand

Natürliche Verschattung

Baumbestand
images/haus_am_park/klima2/natuerliche_verschattung4.jpg

Baumbestand

Natürliche Verschattung

Baumbestand


Anpassung an Hitze- und Starkregenereignisse – Maßnahmen im Außenbereich

  • Hitzeschutz in Form von Sonnensegeln und Laubengängen
  • Planung einer natürlichen Luftzirkulation (Lüftungskorridore) zur Hitzeentlastung
  • Bodenkühlung und Verschattung durch Pflanzung resilienter Sträucher und Bäume
  • Erhöhung der Wasseraufnahmefähigkeit und somit Ermöglichung von Versickerung durch entsiegelte Flächen

images/haus_am_park/klima2/Sonnensegel-2.jpg

Sonnensegel

Hitzeschutz

Sonnensegel
images/haus_am_park/klima2/Sonnensegel-3.jpg

Sonnensegel

Hitzeschutz

Sonnensegel
images/haus_am_park/klima2/wasserdurchl-Weggestaltung.jpg

Weggestaltung

wasserdurchlässig

Weggestaltung
images/haus_am_park/klima2/Lebende-Mauer.jpg

Lebende Mauer

Lebende Mauer
images/haus_am_park/klima2/resiliente-Pflanzen-2.jpg

Ansiedlung

resilienter Pflanzen

Ansiedlung
images/haus_am_park/klima2/resiliente-Pflanzen-1.jpg

Ansiedlung

resilienter Pflanzen

Ansiedlung
images/haus_am_park/klima2/resiliente-Pflanzen-3.jpg

Ansiedlung

resilienter Pflanzen

Ansiedlung
images/haus_am_park/klima2/ansiedlung-wildblumen.jpg

Ansiedelung

Wildblumen

Ansiedelung


Verbessertes Risikomanagement bei Hitzewellen – hausinterne Kommunikation

  • Etablierung eines hauseigenen Warnsystems (Bewohner / Pflegepersonal)
  • Kommunikation von zielgerichteten Verhaltensmaßnahmen

Hierzu wird eine Kommunikationsstruktur entwickelt, welche vorhandene Informationen (bspw. Hitzewarnungen des DWD, lokale Messdaten) bündelt und zielgerichtet aufbereitet. So sollen künftig sowohl Pflegepersonal als auch Bewohner der Pflegeeinrichtung über spezifische Kanäle des hausinternen Informationssystems erreicht und über Handlungserfordernisse informiert werden.

Beispiele:

  • Aufforderung Fenster geschlossen zu halten
  • Erinnerung zur Flüssigkeitsaufnahme, Anpassung der Essenpläne (leichte Kost)
  • Anpassung von Zeiten für Reha- und Kursangebote (kühle Abend- und Morgenstunden)

Die o.a. Maßnahmen werden derzeit Zug um Zug umgesetzt.

Öffentlichkeitsarbeit

Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige aber auch Interessenten, öffentliche Stellen und weitere Pflegeeinrichtungen sollen über das Konzept, umgesetzte Maßnahmen und gewonnene Erkenntnisse informiert werden:

  • Printmedien und Website
  • Durchführung von Workshops mit relevanten Interessensgruppen und Verbänden zur Darstellung der Übertragbarkeit der Ergebnisse und Erkenntnisse

Projektinformation als PDF

Förderprogramm:
Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
>> www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/anpassung-an-den-klimawandel/

Projektträger: ZUG gGmbH >> www.z-u-g.org

Förderkennzeichen: 67DAS127

WICHTIGE INFO ZUM SCHUTZ VOR CORONA:
Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über Öffnungs- und Testzeiten.